Homeoffice-Ausstattung: Was der Arbeitgeber zahlen muss (2026)
Das Homeoffice ist für Millionen Normalität geworden. Und mit der Homeoffice-Verordnung 2025 wurden die Rechte der Arbeitnehmer gestärkt.
Was der Arbeitgeber stellen muss
Seit Januar 2025 gilt für regelmäßige Homeoffice-Tätigkeit (mehr als 2 Tage pro Woche):
Pflicht (muss gestellt werden)
- Ergonomischer Bürostuhl – höhenverstellbar, mit Lordosenstütze und Armlehnen
- Schreibtisch – mindestens 120×80 cm, höhenverstellbar bei gesundheitlicher Notwendigkeit
- Monitor – wenn der Laptop-Bildschirm zu klein ist (ab 3+ Stunden Bildschirmarbeit)
- Tastatur und Maus – ergonomisch, auf Wunsch
- Beleuchtung – bei unzureichendem Tageslicht
Freiwillig oder nach Vereinbarung
- Höhenverstellbarer Tisch – muss der Arbeitgeber nur bei ärztlichem Attest
- Monitorarme – oft Kulanz
- Spezielle ergonomische Maus – nur bei medizinischer Notwendigkeit
Wie du es einfordert
- Schriftlicher Antrag an Vorgesetzte oder HR
- Verweis auf die Homeoffice-Verordnung und die Bildschirmarbeitsplatzverordnung
- Betriebsrat einschalten – falls vorhanden, ist er hier sehr hilfreich
- Ärztliches Attest – bei bestehenden Schmerzen beschleunigt es alles
Homeoffice-Pauschale
Zusätzlich zur Ausstattung: Die Homeoffice-Pauschale (6 € pro Tag, max. 1.260 € pro Jahr) kannst du nur nutzen, wenn dir dein Arbeitgeber kein Arbeitszimmer zur Verfügung stellt. Wichtig: Die Pauschale gilt unabhängig von der tatsächlichen Ausstattung.
Steuerliche Absetzbarkeit
Falls der Arbeitgeber nichts zahlt, kannst du:
- Arbeitsmittel (Stuhl, Tisch, Monitor) als Werbungskosten absetzen
- Homeoffice-Pauschale (max. 1.260 €/Jahr)
- Arbeitszimmer (bei mehr als 50% Homeoffice) – dann aber keine Pauschale
Was du selbst kaufen solltest
Selbst wenn der Arbeitgeber den Standard stellt, lohnt sich oft die private Investition in:
- Eine gute Maus (30-50 €)
- Eine Fußstütze (20-30 €)
- Ein Sitzkissen (30-50 €)
- Einen Monitorarm (30-60 €)
Diese kleinen Investitionen haben die größte Wirkung auf deine tägliche Gesundheit – und sind oft besser als der Standard, den der Arbeitgeber liefert.
Merke: Deine Gesundheit ist wichtiger als 100 € Ersparnis. Die meisten Arbeitgeber zahlen, wenn du höflich fragst. Und wenn nicht: Die steuerliche Absetzbarkeit ist ein guter Trost.