Glossar – Fachbegriffe rund um Rückengesundheit

Erklärungen zu anatomischen und ergonomischen Fachbegriffen – von Bandscheibe bis Zervikalsyndrom.

A

B

Bandscheibe

Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln, bestehend aus Faserring und Gallertkern. Durch Bewegung mit Nährstoffen versorgt.

Bildschirmarbeitsplatzverordnung (BildscharbV)

Deutsche Verordnung, die ergonomische Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze regelt. Arbeitgeber müssen diese erfüllen.

Brustwirbelsäule (BWS)

Der mittlere Abschnitt der Wirbelsäule (12 Wirbel). Besonders anfällig für Rundrücken durch langes Sitzen.

C

Coccyx (Steißbein)

Der untere Abschnitt der Wirbelsäule, bestehend aus 4-5 verwachsenen Wirbeln. Schmerzhaft bei zu langem Sitzen auf harten Stühlen.

D

E

Ergonomie

Wissenschaft von der Anpassung der Arbeitsbedingungen an den Menschen. Ziel: gesundes, effizientes Arbeiten ohne Belastung.

F

Faszien

Bindegewebe, das Muskeln, Knochen und Organe umhüllt. Verklebt bei Bewegungsmangel und verursacht Verspannungen.

G

H

Halswirbelsäule (HWS)

Der oberste Abschnitt der Wirbelsäule (7 Wirbel). Trägt den Kopf (ca. 5 kg) und ist besonders anfällig für Fehlhaltungen.

Hohlkreuz (Hyperlordose)

Übermäßige Krümmung der Lendenwirbelsäule nach vorne. Oft verursacht durch schwache Bauchmuskeln und verkürzte Hüftbeuger.

Hüftbeuger (Iliopsoas)

Muskelgruppe, die das Bein anhebt. Bei langem Sitzen verkürzt er sich und kann Rückenschmerzen verursachen.

I

ISG (Iliosakralgelenk)

Verbindung zwischen Kreuzbein und Becken. Blockiert häufig bei langer Sitzarbeit und verursacht stechende Schmerzen im unteren Rücken.

J

K

Karpaltunnel-Syndrom

Einengung des Nervs im Handgelenk. Tippen und Mausarbeit können Symptome wie Kribbeln und Taubheit in den Fingern auslösen.

L

Lendenwirbelsäule (LWS)

Der untere Abschnitt der Wirbelsäule (5 Wirbel). Trägt die meiste Last und ist am häufigsten von Schmerzen betroffen.

Lordose

Natürliche Krümmung der Wirbelsäule nach vorne (im Nacken und unteren Rücken). Kann bei Fehlhaltung verstärkt werden (Hyperlordose).

Lordosenstütze

Polsterung am Bürostuhl, die die natürliche Lendenkrümmung unterstützt. Wichtig für gesundes Sitzen.

M

Mikrobewegungen

Kleine, unbewusste Positionswechsel beim Sitzen. Sie versorgen die Bandscheiben mit Nährstoffen und verhindern Verspannungen.

N

Nackenschmerzen (Zervikalsyndrom)

Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule. Häufigste Ursache: falsche Bildschirmposition (Text Neck).

O

P

Piriformis-Muskel

Kleiner Muskel im Gesäß, der oft auf den Ischiasnerv drückt. Kann Schmerzen im Gesäß und Bein verursachen.

Q

R

Rundrücken (Hyperkyphose)

Verstärkte Krümmung der Brustwirbelsäule nach hinten. Typische Bürofehlhaltung durch zu schwache Rückenmuskulatur.

S

Schmerzgedächtnis

Phänomen, bei dem das Nervensystem Schmerzsignale verstärkt, auch wenn die ursprüngliche Ursache geheilt ist. Chronische Schmerzen entstehen so.

Sitzbeinhöcker (Tuber ischiadicum)

Die knöchernen Höcker im Gesäß, auf denen wir sitzen. Ein gutes Sitzkissen entlastet sie.

Steh-Sitz-Dynamik

Wechsel zwischen Sitzen und Stehen am Arbeitsplatz. Der optimale Rhythmus: 30 Minuten sitzen, 5 Minuten stehen, 2 Minuten gehen.

Synchronmechanik

Mechanismus an Bürostühlen, bei dem sich Rückenlehne und Sitzfläche gemeinsam bewegen. Ermöglicht dynamisches Sitzen.

T

Text Neck

Nackenschmerzen durch ständiges Nach-unten-Schauen auf Smartphone oder Laptop. Der Kopf wirkt dabei bis zu 20 kg schwer.

Triggerpunkt

Verhärtete Stelle in der Muskulatur, die bei Druck schmerzt und Schmerzen an andere Körperstellen ausstrahlen kann.

U

V

W

Wirbelsäule (Columna vertebralis)

Das zentrale Achsenskelett des Menschen, bestehend aus 33 Wirbeln: 7 HWS, 12 BWS, 5 LWS, 5 Kreuzbein- und 4 Steißbeinwirbel.

X

Y

Z

Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom)

Sammelbegriff für Schmerzen im Nacken-Hals-Bereich, oft mit Ausstrahlung in den Kopf oder Arm.